Daten und Bestand

Das heute als Kongresshalle bekannte Gebäude ist der unvollendete Rohbau („Torso“) der ursprünglich geplanten Kongresshalle. In der Vergangenheit wurden am Rundbau nur nötigste Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Die historische Substanz ist im Besonderen an allen Außenseiten angegriffen und wird in zunehmendem Ausmaß geschädigt. Parallel zur Klärung der Verortung des Ergänzungsbaus beginnen Planungsarbeiten, die dem Erhalt des Denkmals dienen. Das sind im Besonderen

  •  die Behebung statischer Schäden,
  • die Erneuerung der undichten Dächer,
  • die Sicherung der Ziegelumfassungsmauern des „Innenhofes“,
  • die Sicherung der Granitfassade auf der Außenseite,
  • die Herstellung einer geordneten Wasserabführung,
  • der Einbau/Ersatz von Fenstern, Türen und Toren.

Allgemeine Angaben

1930
Baubeginn
37
Meter Höhe
500
Meter vom Nord- zum Südflügel
12500
Quadratmeter Dachfläche

Baudaten

Die geplante Kongresshalle bestand aus zwei Kopfbauten und dem U-förmigen sog. Rundbau, der eine ca. 25.000 m2 große Fläche einfasst. In den Abmessungen umfasst der Torso 277 m zwischen den Außenecken der Kopfbauten und 261 m zwischen dem Scheitel des Rundbaus und der Verbindungslinie zwischen den Außenseiten der Kopfbauten. Die Abwicklung der Granitfassade zwischen den Kopfbauten hat eine Länge von ca. 540 m.

Die beiden dreigeschossigen Kopfbauten sind zwei zueinander symmetrische, rechteckige Hofgebäude mit einer Ausdehnung von je ca. 60 x 110 m. Die Kopfbauten sind mit einer Mauer verbunden.

Der Rundbau sollte in einer Höhe von 70 m ein freitragendes Dach tragen, geplant war ein überdachter Veranstaltungsraum für 50.000 Personen. Die realisierte Höhe beträgt 39 m. Die Abwicklung der Fassade zum Innenhof hat eine Länge von ca. 414 m.

Bis auf den Arkadengang wurde keiner der Bauteile vollendet, die ursprünglich geplante Höhe der Gebäudeteile wurde an keiner Stelle erreicht.

Foto eines Idealisierten Modell der Kongresshalle, 1937, © Berlin-Brandenburgisches Wirtschaftsarchiv e.V

Dachflächen

Bei der jetzigen Dachfläche handelt es sich um eine Notdachkonstruktion, die in den 1960er Jahren geplant und ausgeführt wurde.

Für eine bessere Übersicht werden die verschiedenen Dachflächen des Rundbaus in fünf Bereiche eingeteilt:

  • Hauptdach
  • Unteres Dach
  • Äußerer Dachkranz
  • Übergangsbau des Südflügels
  • Übergangsbau des Nordflügels

Auf der Dachfläche des Hauptdaches befindet sich eine großflächige aufgeständerte Photovoltaik-Anlage. Das Hauptdach und die untere Dachfläche sind jeweils mit einem Laufsteg versehen. Dieser dient als Flucht- und Wartungsweg.

Dachfläche „Hauptdach“ Rundbau Südseite mit PV-Anlage und Wartungssteg.
Dachfläche „Hauptdach“ Rundbau Südseite mit PV-Anlage und Wartungssteg.