Bauprojekt

Daten und Bestand
Nachhaltigkeit
Bauhistorie
Standortsuche

Anlass und Ziel

Die Ausweichspielstätte muss sowohl den technischen-funktionalen Belangen des erfolgreichen Mehrsparten-Betriebs gerecht werden als auch den Besucherinnen und Besuchern eine Kulturstätte mit eigener Identiät und Charakter bieten.

Mit dem Stadtratsbeschluss vom 15. Dezember 2021 wurde die Grundsatzentscheidung getroffen, die Ausweichspielstätte auf dem Areal der Kongresshalle auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände zu verorten. Die baulich-funktionale Einbindung des Rundbau-Torsos der Kongresshalle wurde dabei vorausgesetzt. Ein Großteil des Raumprogramms kann und soll in dem weitgehend leerstehenden Rohbau verortet werden. Die Räume und Flächen, die aufgrund ihrer Grundrissgeometrie dort keinen Platz finden, sollen in einem Ergänzungsbau realisiert werden.

Für die Kongresshalle verfolgt die Stadt Nürnberg über die Nutzung als Standort für die Ausweichspielstätte hinaus ein weiteres Ziel: Im Zuge der Bewerbung Nürnbergs als Kulturhauptstadt Europas 2025 entstand die Idee, vier Segmente des Rundbaus für eine Nutzung als Atelier- oder Proberäume - als Ermöglichungsräume - zu ertüchtigen. Die Frage des Nebeneinanders- bzw. Miteinanders von temporärer Interimsnutzung und dauerhafter kultureller Nutzung und die Potentiale einer Verbindung von institutionalisierter künstlerischer Praxis und der freien Szene ist entsprechend ein zentraler Themenaspekt.

Über dem Projekt steht die Frage der Nachhaltigkeit: Idealerweise ist der Ergänzungsbau als solcher in größtmöglichen Teilen nach- oder umnutzbar und wird Teil einer werterhaltenden Kreislaufwirtschaft. Die Option eines dauerhaften Erhalts des Ergänzungsbaus, wie sie zuletzt in die öffentliche Diskussion eingebracht wurde, gilt es dabei als ultimative Maßnahme der Nachhaltigkeit zu erörtern.