Bauhistorie

Grundsätzlich werden alle störenden Eingriffe in die Natur minimiert, Versiegleung vermieden wie die Zerstörung von Flora und die Störung der Fauna. Eine ökologische Baubegleitung beim Um- und Ausbauprozess des Torsos, insbesondere auch bezüglich der reinen Instandsetzungs- und Instandhaltungsmaßnahmen, ist vorgesehen.

Lichtemissionen

Wege- und Fassadenbeleuchtung wird so geplant, dass sie nicht in den Himmel strahlt bzw. nach unten gerichtet ist, um auch hier Lichtverschmutzung zu vermeiden.

Wassersensible Planung

Eine wassersensible Planung ist durch die Standortwahl vorausgesetzt über bauliche und technische Maßnahmen.

Zirkuläres Bauen

Für den Ergänzungsbau ist an eine Um- und Nachnutzbarkeit gedacht. Für den Betrieb wird der ökologische Fußabdruck minimiert, idealerweise durch passive Maßnahmen mit einem geringem Ressourcenverbrauch.

Natur- und Artenschutz

Der Große Dutzendteich ist ein regional bedeutsamer Lebensruam im Sinne der ABSP-Bewertung (Arten- und Biotopschutzprogramm).

Im Umgriff der Kongresshalle befinden sich Grünflächen mit Baumbestand sowie unmittelbar auf dem Gelände vorgelagerte, mit Bäumen und Sträuchen bewachsene Aufschüttungen. Diese befinden sich an den Stellen, an denen ursprünglich eine umlaufende Treppenanlage, die von der Bodenoberkante auf das Arkadengeschoss hinaufführen sollte, geplant war.

Südöstlich der der Kongresshalle befindet sich im Ufersaum des Dutzendteichs auf ca. 1970m2 das gesetzlich geschützte Biotop mit der ID N-1419-002. Dieses Biotop ist zugleich Ausgleichsfläche aus dem Planfeststellungsverfahren für "VAG Nürnberg, Bayernstraße -- Straßenbahn Kongressschleife". Es handelt sich um Stillgewässer, Ufer- und Verlandungsbereiche mit der angestrebten Entwicklung "Erhalt, Röhrichte".

Fauna

Der Volkspark Dutzendteich ist ein Lebensraum für verschiedene Tiere, darunter Amphibien wie Grasfrosch, Grünfrosch, Erdkröte und Knoblauchkröte, für Wasservögel wie Schwäne, Wildgänse und Enten, für Säugetiere wie Igel, Fledermäuse und Mäuse sowie für Insekten wie Libellen und Schmetterlinge.

Daneben ist die Bedeutung der Kongresshalle mit ihrer Lage am Dutzendteich für die dort lebenden regional und überregional bedeutenden Populationen geschützer Arten bekannt.

Besonders Fledermausarten wie den Abendsegler und die Zwerg- und Mückenfledermaus ist das Gebäude ein wesentlicher Standortfaktor, insbesondere als Winterquartier. Neben disen konkret beobachteten und eingrenzbaren Quartiersituationen gibt es umfangreiche Hinweise und Beobachtungen zur Nutzung der Umfassungsmauern des "Innenhofs" durch Fledermäuse.

Seit vielen Jahren sind im Dachbereich der Kongresshalle zum "Innenhof" zwei künstlich angelegte Nistkästen für den Wanderfalken installiert, die auch regelmäßig besetzt waren. Erfolgreiche Bruten konnten dokumentiert werden. 2021 wurde erstmals ein Kasten vom Uhu besetzt und der Wanderfalke dadurch vertrieben.

In den Mauerspalten zum "Innenhof" brüten Hausrotschwanz und Haussperling.

Luftbild des südlichen Kopfbaus, 2017, Foto: Hajo Dietz